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Mit den “Großen Fünf” ist das begehrteste Jagdwild früherer Zeiten gemeint - BÜFFEL, ELEFANT, NASHORN, LÖWE, LEOPARD. Immer wieder gab es Diskussionen, welches Tier am gefährlichsten ist, und welcher Jäger der Tapferste. Die Mehrheit war der Ansicht, dass der Büffel der gefährlichste sei, gefolgt von Elefant und Löwe.
Die Großwildjagd ist in Kenya seit 1977 verboten!
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Systematik
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Ordnung:
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Paarhufer (Artiodactyla)
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Unterordnung:
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Wiederkäuer (Ruminantia)
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Familie:
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Hornträger (Bovidae)
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Unterfamilie:
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Rinder (Bovinae)
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Gattung:
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Syncerus
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Art:
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Afrikanischer Büffel
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Wissenschaftlicher Name
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Syncerus caffer
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Merkmale Groß gewachsene Bullen können eine Schulterhöhe von bis zu 1,7 Metern, eine Kopfrumpflänge von bis zu 3,4 Metern und ein Gewicht von 1000 Kilogramm erreichen. Es gibt allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Unterarten, was die Größe und auch andere Merkmale betrifft. Der Steppenbüffel oder Schwarzbüffel ''Syncerus caffer caffer'' der östlichen Savannen ist fast doppelt so groß wie der Waldbüffel oder Rotbüffel (Syncerus caffer nana) der zentralafrikanischen Regenwälder.
Während Kälber noch dicht behaart sind, wird das Haarkleid mit zunehmendem Alter spärlicher, und alte Tiere sind fast nackt. Die Farbe ist meistens beim Steppenbüffel schwarz und beim Waldbüffel rotbraun, kann aber bei beiden Typen auch unterschiedliche Brauntöne haben.
Beide Geschlechter tragen ausladende Hörner. Die Ohren sind unter den Hörnern angesetzt. Beim Bullen sind beide Hörner durch einen Knochenschild verbunden, der dem Kopf aufsitzt. Steppenbüffel haben sehr viel größere Hörner als Waldbüffel.
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Verbreitung Der Afrikanische Büffel der Art ''Syncerus caffer'' hat stets nur südlich der Sahara gelebt. Eine weitere Art, ''Syncerus antiquus'', kam einst auch nördlich der Sahara vor, starb aber vor langem aus. Der Afrikanische Büffel hat sich einer Vielzahl von Habitaten angepasst, vom dichten Regenwald bis zur offenen Savanne. In den Bergen findet man ihn bis in 3000 m Höhe. Am dichtesten sind die Bestände in Feuchtsavannen mit ganzjährig gutem Angebot von Trinkwasser, Nahrung (Gräsern) und Dickicht.
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Lebensweise Afrikanische Büffel leben in Herden, die über Jahre in ein und demselben Revier bleiben und dies auf festgelegten Routen durchwandern. Die Herden bestehen meistens aus Weibchen und ihren Jungen; während der Paarungszeit schließen sich auch Männchen den Herden an. Daneben gibt es Junggesellenherden mit jugendlichen Bullen. Eine Herde von Steppenbüffeln besteht aus fünfzig bis fünfhundert Büffeln; Waldbüffel leben offenbar in sehr viel kleineren Verbänden von acht bis zwanzig Tieren. Wenn sich mehrere Männchen in einer Herde befinden, kommt es immer wieder zu Kämpfen, um die Hierarchie festzulegen.
Ein Kalb kommt nach einer Tragzeit von 340 Tagen zur Welt. Männliche Junge bleiben etwa zwei Jahre bei der Mutter, ehe sie die Herde verlassen müssen. Weibliche Junge bleiben dagegen für gewöhnlich ein Leben lang in der Herde, in der sie geboren wurden. Mit vier oder fünf Jahren werden die Tiere geschlechtsreif, ihre Lebenserwartung liegt in der Wildnis bei maximal zwanzig Jahren, in Zoos bei dreißig Jahren.
Feinde Neben dem Menschen haben Büffel kaum Feinde. Löwen und Leoparden versuchen gelegentlich, junge Büffel oder kranke Tiere zu erbeuten. Die gesunden Tiere der Herde wissen sich aber wirksam zur Wehr zu setzen, so dass manche Raubtiere einen solchen Versuch mit schweren Verletzungen bezahlen.
Schlimmere Feinde sind wohl die zahlreichen Parasiten wie Zecken, die in der Haut der Büffel sitzen. Deswegen sieht man oft Madenhacker auf dem Rücken der Büffel, die sich von den Schmarotzern ernähren.
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Afrikanischer Elefant
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Der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana) ist eine Art der Elefanten. Er ist das größte noch lebende Landsäugetier der Welt. Der früher als Unterart des Afrikanischen Elefanten betrachtete Waldelefant (Loxodonta cyclotis) wird heute meistens als selbständige Art angesehen. Zur Unterscheidung von diesem wird Loxodonta africana auch als Steppenelefant bezeichnet.
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Systematik
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Unterordnung:
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Höhere Säugetiere (Eutheria)
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Überordnung:
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Afrotheria
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Ordnung:
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Rüsseltiere (Proboscidea)
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Familie:
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Elefanten (Elephantidae)
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Gattung:
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Loxodonta
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Art:
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Afrikanischer Elefant
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Wissenschaftlicher Name
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Loxodonta africana
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Merkmale Ein Afrikanischer Elefant wird für gewöhnlich 320 cm hoch und 5 t schwer. Ausnahmsweise können Bullen auch eine Höhe von 4 m erreichen und 7.500 kg wiegen. Kühe sind kleiner und leichter als Bullen, im Schnitt werden sie 250 cm hoch und 2.800 kg schwer. Die Kopfrumpflänge beträgt 600 bis 750 cm, der Schwanz ist etwas länger als 1 m.
Im Gegensatz zum Asiatischen oder Indischen Elefanten besitzen sowohl die Männchen als auch die Weibchen Stoßzähne. Sie können beim Männchen gelegentlich bis 3 m lang und 100 kg schwer sein. Der größte je gefundene Stoßzahn misst 3,5 m. Beim Bullen wächst der Stoßzahn ein Leben lang sowohl in die Länge als auch in die Breite; die Stoßzähne der Kühe wachsen nach dem fünfzehnten Lebensjahr nur noch in die Länge und dies mit einer sehr viel langsameren Geschwindigkeit als beim Bullen; sie wirken daher schlanker als die des Bullen. Die Stoßzähne werden zum Graben, Stochern und zur Verteidigung eingesetzt und damit abgenutzt.
Der auffallendste Unterschied zum Asiatischen Elefanten sind die viel größeren Ohren, die einen Durchmesser von 2 m erreichen können. Am Rüsselende besitzt der Afrikanische Elefant zwei "Finger", der Indische Elefant nur einen. An den Vorderfüßen besitzt er meist nur vier und an den Hinterfüßen meist drei Zehen. Der Asiatische Elefant dagegen hat fünf vorne und vier hinten. Die Anzahl der Zehen ist aber kein sicheres Unterscheidungsmerkmal.
Elefanten können nicht schwitzen. Nur über die gut durchbluteten Ohren, die von bis zu 14 Litern Blut pro Minute durchflossen werden, kann überschüssige Wärme abgegeben werden. Das erklärt ihre Größe. Ansonsten kühlen sich Elefanten auch gerne im Wasser ab.
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Verbreitung Einst waren Afrikanische Elefanten von der Mittelmeerküste bis zum Kap verbreitet. Elefanten können in unterschiedlichen Habitaten leben, vorausgesetzt, es ist Schatten, Wasser und genügend Futter vorhanden. Heute leben sie hauptsächlich in Savannen südlich der Sahara. Die meisten Tiere leben in Nationalparks.
In Wüsten gibt es für gewöhnlich keine Elefanten. Eine Ausnahme bildet die Wüste Namib, in der es eine Population mit speziellen Anpassungen an diesen trockenen Lebensraum gibt. Im Gebirge findet man Elefanten gelegentlich in Höhen bis zu 5000 m; ihr bevorzugter Lebensraum liegt allerdings im Flachland.
Afrikanische Elefanten brauchen eine Wasserstelle in ihrem Lebensraum, die sie einmal täglich aufsuchen können. Wenn es der Wasserstand erlaubt, baden sie gerne und lassen manchmal nur den Rüssel heraussehen.
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Lebensweise Afrikanische Elefanten sind tag- wie nachtaktiv. Sie ruhen meistens während der Mittagshitze und/oder nach Mitternacht, indem sie am Boden liegen oder (häufiger) gegen einen Baum gelehnt schlafen.
Die Herden werden von einer alten, dominanten Leitkuh geführt. Im Schnitt umfasst eine solche Herde zehn Kühe mitsamt ihrem Nachwuchs. Wenn Herden aufeinandertreffen, schließen sie sich manchmal zeitweise zu losen Verbänden zusammen, die mehrere hundert Tiere umfassen können. Die Leitkuh hält die Herde zusammen und behält ihre Position bis zum Tode. Dann übernimmt ihre älteste Tochter ihren Rang. Männchen sind nur als Jungtiere Teil einer Herde; wenn sie mit acht Jahren die Pubertät erreichen, werden sie von einer der älteren Kühe vertrieben. Oft finden sich junge Männchen zu eigenen Junggesellenverbänden zusammen, bevor sie stark genug sind, um als Einzelgänger zu überleben.
Ausgewachsene Bullen gesellen sich nur zur Begattung zu den Herden. Elefantenkühe sind jeweils nur wenige Tage befruchtungsfähig. Dieser Östrus kann ebenfalls zu beliebiger Zeit auftreten. Die Jungen werden demzufolge ganzjährig geboren, die Tragzeit beträgt etwa 22 Monate. Für gewöhnlich kommt ein einziges Junges zur Welt, Zwillingsgeburten kommen in 1 bis 2 % der Fälle vor. Ein junger Elefant wiegt etwa 100 kg und kann eine halbe Stunde nach seiner Geburt stehen. Er wird etwa ein Jahr gesäugt. Gelegentlich wird die Geschlechtsreife bereits im zehnten Lebensjahr erreicht, oft aber erst Jahre später. Bullen sind erst nach ihrem zwanzigsten Lebensjahr stark genug, den Anspruch auf eine Paarung durchzusetzen.
Im Durchschnitt legt eine Herde je Tag 12 km zurück. Ihre Geschwindigkeit beträgt dabei 10 km/h. Wenn nötig, können Elefanten sogar 40 km/h schnell laufen.
Für gewöhnlich sind Elefanten friedlich. Allerdings werden Elefantenkühe mit sehr jungen Kälbern schnell aggressiv, wenn man sich ihnen nähert. Die Bullen sind zur Musth besonders aggressiv und kämpfen mit Konkurrenten um das Recht, sich mit einer Kuh zu begatten. Beide Geschlechter drohen, indem sie den Rüssel heben, die Ohren schwenken, Staub auftreten und den Kopf hin und her schütteln. Vor dem Angriff wird mit einem lauten Trompeten gewarnt. Meistens sind Kämpfe schnell entschieden, in manchen Fällen können sich wütende Bullen aber tödliche Wunden mit ihren Stoßzähnen zufügen.
Die Musth, eine Periode erhöhter Testosteron-Produktion beim Bullen, tritt etwa ab dem 25. Lebensjahr auf. Ein Bulle in der Musth ist an der Sekretausscheidung aus Drüsen hinter dem Auge, ständigem Harnlassen und gesteigerter Aggressivität zu erkennen. Die Musth dauert anfangs nur wenige Tage, doch je älter ein Elefantenbulle wird, desto länger dauert dieser Zustand an. Am Ende kann er drei Monate und mehr betragen. Bullen in der Musth sind gegenüber anderen, die nicht in der Musth sind, dominant. Im Kampf sind sie oft selbst überlegen, wenn der Konkurrent stärker und größer erscheint.
Afrikanische Elefanten sind bis zum 55. Lebensjahr fruchtbar. Ihre Lebenserwartung beträgt siebzig Jahre.
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Ernährung Der Afrikanische Elefant ernährt sich von Gräsern, Wurzeln, Baumrinden, Holz, Wildfeigenblättern und verschiedenen Früchten. In Gefangenschaft bekommen sie überwiegend Heu. Sie verbringen 16 bis 20 Stunden mit Fressen. Am Tag frisst ein Elefant etwa 200 bis 300 kg.
Bei Elefanten erneuern sich die abgenutzten Zähne bis zu sieben Mal. Nachdem die letzten Zähne abgenutzt worden sind, ist ein Elefant auf weichere Nahrung angewiesen. Sehr alte Elefanten suchen daher Sümpfe auf, um die dortigen Gräser zu fressen. Letztlich sterben sie an solchen Orten. Dieser Umstand, der alte Elefanten alle zu einem Ort treibt, hat zur Legende um die so genannten Elefantenfriedhöfe geführt.
Extrem wichtig für Elefanten ist Wasser, da sie täglich 100 bis 150 Liter davon benötigen. Die Kenntnis von Wasserstellen bzw. die Suche danach ist für das Überleben besonders während der Trockenzeit entscheidend.
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Ökologische Bedeutung Elefanten prägen in sehr starkem Maße ihre Umwelt. So verbreiten sie beispielsweise mit ihrem Dung Pflanzensamen wie etwa den der Akazien. Der nährstoffreiche Dung wird außerdem von Termiten und Mistkäfern untergegraben, die damit auch für eine Belüftung des Bodens sorgen. Und von den von ihnen ausgehobenen oder verbreiterten Wasserlöchern profitieren auch andere Tierarten.
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Afrikanische Nashörner
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Systematik
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Unterordnung
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Höhere Säugetiere (Eutheria)
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Überordnung:
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Laurasiatheria
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Ordnung:
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Unpaarhufer (Perissodactyla)
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Familie:
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Nashörner (Rhinocerotidae)
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Gattung:
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Ceratotherium
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Art:
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Breitmaulnashorn
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Unterordnung:
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Höhere Säugetiere (Eutheria)
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Überordnung:
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Laurasiatheria
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Ordnung:
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Unpaarhufer (Perissodactyla)
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Familie:
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Nashörner (Rhinocerotidae)
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Gattung:
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Diceros
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Art:
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Spitzmaulnashorn
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Merkmale Das Breitmaulnashorn hat eine Kopfrumpflänge von bis zu 4 m, eine Schulterhöhe von ca. 1,80 m und ein Gewicht von 1.400 bis 3.500 kg. Es ist damit die größte aller Nashornarten. Als Unterscheidungsmerkmale zum Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) hat das Breitmaulnashorn große Spitzohren, ein breites, stumpfes Maul und einen auffallenden Nackenhöcker.
Der Geruchssinn ist der wichtigste Sinn; Ohren und Augen spielen dagegen untergeordnete Rollen. Wie das Spitzmaulnashorn kann es auf eine Entfernung von 20 m kaum noch etwas erkennen.
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Merkmale Das Spitzmaulnashorn hat eine Kopfrumpflänge von bis zu 350 cm, eine Schulterhöhe von 160 cm und ein Gewicht von 800 bis 1.500 kg. Damit ist es die kleinere der beiden afrikanischen Nashornarten. Es hat zwei Hörner, das vordere ist etwas länger (50 cm, in seltenen Fällen über 1 m). Als Unterscheidungsmerkmale zum Breitmaunashorn (Ceratotherium simum), der nächstverwandten Art, dienen der verhältnismäßig gedrungene Schädel, zwei tief angesetzte Hörner und die fingerförmige Oberlippe des Spitzmaulnashorns.
Der Name „Schwarzes Nashorn“ ist eine Entlehnung aus dem Englischen; dort wurde das „black rhinoceros“ als Gegenstück zum „white rhinoceros“ benannt, doch beide Nashornarten sind in Wahrheit dunkelgrau und farblich nicht zu unterscheiden. Zustande kamen diese irreführenden Namen durch eine Fehlübersetzung aus dem Afrikaans, wo wijde „breit“ bedeutet, aber mit „white“ bzw. „weiß“ übersetzt wurde. Die deutschen Benennungen Breit- und Spitzmaulnashorn sind dagegen korrekte Übersetzungen aus dem Afrikaans und sollten daher bevorzugt werden. Diese Namen beziehen sich auf die Oberlippe: Das Spitzmaulnashorn hat eine zum Greifen befähigte Oberlippe, mit der Laub abgerupft werden kann, während das Breitmaulnashorn eine flache Lippe hat, die an das Äsen von Gras angepasst ist.
Spitzmaulnashörner haben einen exzellenten Geruchssinn und ein gutes Gehör. Die Augen sind dagegen von untergeordneter Bedeutung; auf eine Entfernung von 20 m kann ein Nashorn kaum noch etwas erkennen.
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Verbreitung In zwei Unterarten ist das Breitmaulnashorn über Afrikanische Savannen verbreitet:
- Das Südliche Breitmaulnashorn (C. s. simum) lebte einst in einem Gürtel, der von Angola und Namibia über Botswana und Simbabwe nach Mosambik und KwaZulu-Natal. Heute ist es über zahlreiche Schutzgebiete des südlichen Afrikas fragmentarisch verstreut.
- Das Nördliche Breitmaulnashorn (C. s. cottoni) war von Kongo und Uganda bis in den Tschad und den Sudan verbreitet. Die alten Ägypter trafen es noch wild im Niltal an. Heute ist es vermutlich auf weniger als 25 Exemplare beschränkt, die nur im Garamba-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo (einst Zaire) zu finden sind.
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Verbreitung Einst war das Spitzmaulnashorn in allen afrikanischen Savannen verbreitet; es war damit immer viel weiter verbreitet als das Breitmaulnashorn. Heute gibt es wilde Bestände nur noch in Kenya, Tanzania, Simbabwe, Namibia und Kamerun; wieder eingeführt wurde das Spitzmaulnashorn in Südafrika, Malawi, Swasiland und Rwanda, nachdem es dort bereits ausgerottet worden war.
Während das Breitmaulnashorn die offene Grassavanne bewohnt, bevorzugt das Spitzmaulnashorn die Dornbuschsavanne oder Waldränder. Wasserstellen müssen in der Nähe verfügbar sein.
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Lebensweise Das Breitmaulnashorn bevorzugt als Grasfresser ein mit Gras und niedrigem Buschwerk bepflanztes Gelände. Die Unterlippe hat eine hornige Kante, die die fehlenden Schneidezähne ersetzt und beim Äsen des Grases behilflich ist. Aktiv ist das Breitmaulnashorn vorwiegend in der Dämmerung; tagsüber schläft es.
Breitmaulnashörner sind nicht so strikte Einzelgänger wie andere Nashornarten. Ältere Bullen leben allerdings allein und haben ein festes Revier von 1-8 km² Größe. Dieses Territorium wird gegen andere Bullen verteidigt, allerdings sind ernsthafte Kämpfe selten und kommen höchstens beim Werben um eine Kuh vor. Junge Bullen und andere Kühe werden oft im Revier geduldet.
Die jüngeren Bullen finden sich zu losen Verbänden zusammen und wandern manchmal gemeinsam mit Kühen, wenn diese keinen Nachwuchs haben. Normalerweise sieht man Kühe aber mit ihrem Kalb. Die Tragzeit beträgt 16 Monate, danach wird ein ca. 40 kg schweres Kalb geboren, das der Mutter immer vorangeht. Es wird etwa ein Jahr gesäugt und bei Geburt des nächsten Kalbes vertrieben. Mit fünf Jahren sind Breitmaulnashörner geschlechtsreif, allerdings sind Bullen erst im Alter von über zehn Jahren kräftig genug, um sich gegen konkurrierende Bullen durchzusetzen und sich mit einer Kuh zu paaren.
Das Breitmaulnashorn ist weniger aggressiv als das Spitzmaulnas- horn. Berichten zufolge kann sich ein Mensch bis zu 10 m einem Breitmaulnashorn nähern, ohne dass es angreift. Hierdurch wird es besonders leicht zu jagen.
Die südliche Unterart hielt man 1893 für ausgerottet, ehe man eine kleine Restpopulation von zehn Tieren in Natal fand. Von diesen stammen alle Südlichen Breitmaulnashörner unserer Tage ab. Bis in die 1970er wuchs der Bestand im Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve auf 1000 Tiere und verdoppelte sich noch einmal bis 1980 auf 2000, bis 1990 auf 4000 und erreichte im Jahr 2001 eine Zahl von 11.000 Tieren.
Die Gefährlichkeit von Nashörnern ist meistens sehr übertrieben worden. Ein nahender Mensch wird über den Geruchssinn wahrgenommen. In so einem Fall ergreift das Nashorn meistens die Flucht. Nur wenn der Wind ungünstig steht und das Nashorn überrascht wird, greift es an. Sein Verhalten gilt allgemein als unvorhersagbar, so dass es auch bei scheinbar friedlichen Tieren zu plötzlichen Angriffen kommen kann. Flieht der Mensch, dreht das Nashorn gelegentlich noch ab. Wenn es allerdings den Angriff zu Ende führt, kann es einen Menschen mit dem Horn hochschleudern und dabei schwere Verletzungen hervorrufen.
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Lebensweise Wie alle Nashörner ist das Spitzmaulnashorn ein Einzelgänger. Es ist hauptsächlich in der Dämmerung und nachts aktiv, tagsüber schläft es im Schatten oder nimmt Schlammbäder. Die Nahrung sind Zweige, vor allem von Akazien, die mit der fingerförmigen Oberlippe gegriffen, zwischen die Kiefer geführt und mit den Backenzähnen abgetrennt werden. Wenn man Spitzmaulnashörner beim Grasen sieht, ziehen sie in Wirklichkeit holzige Pflanzen aus der Erde und lassen das Gras unangerührt. Selbst sehr dornige Zweige werden verzehrt.
Bullen und Kühe finden nur wenige Tage während der Paarungszeit zueinander. Sieht man mehrere Nashörner beisammen, handelt es sich meistens um ein Muttertier mit ihren Jungen. Weibliche Jungtiere werden auch noch in der Nähe akzeptiert, wenn das nächste Kalb bereits geboren ist. Spitzmaulnashörner unterhalten durch Urin und Kot markierte Reviere, die sich aber überlappen können. Gegenüber Artgenossen, die benachbarte Reviere bewohnen, sind Spitzmaulnashörner für gewöhnlich nicht aggressiv. Gelegentlich sieht man sogar zwei Bullen nebeneinander grasen. Allerdings ändert sich das Verhalten, wenn zwei Bullen um eine Kuh werben. Dann kann es zu Kämpfen mit manchmal sogar tödlichem Ausgang kommen.
Das einzige Kalb wird nach einer Tragzeit von 450 Tagen geboren und hat ein Geburtsgewicht von etwa 25 bis 40 Kilogramm. Die Neugeborenen besitzen an der Stelle, an der das vordere Horn wachsen wird, bereits nach der Geburt eine etwa einen Zentimeter hohe Verdickung; die Wachstumsstelle für das zweite Horn ist nur als etwas hellerer runder Fleck markiert. Das Kalb wird etwa zwei Jahre gesäugt und von der Mutter während dieser Zeit gegen jede potenzielle Gefahr verteidigt. Beinahe ebenso lang ist die Mutter nicht in der Lage, ein weiteres Kalb zu bekommen. Mit fünf (Weibchen) bzw. acht (Männchen) Jahren sind die Jungtiere geschlechtsreif und verlassen die Mutter. Ihre Lebensdauer kann 45 Jahre betragen.
Natürliche Feinde hat das Spitzmaulnashorn nicht. Lediglich Löwen schaffen es gelegentlich, ein Kalb zu erbeuten, wenn das Muttertier unachtsam ist. Es wurden auch Fälle beobachtet, in denen trinkende Nashörner von Flusspferden oder Krokodilen attackiert wurden – dies ist aber nicht die Regel.
Häufig werden Spitzmaulnashörner von Parasiten befallen; Zecken, Magendasseln und Filarien gehören zu den häufigsten Schmarotzern. Besonders die Wunden, die bei den Brunftkämpfen entstehen, sind ein beliebter Eiablageplatz für Fliegen; eine „Desinfizierung“ ist nur durch Suhlen im Schlamm oder Staubbäder möglich. Um einige dieser Quälgeister los zu werden, dulden Nashörner die Gesellschaft von Madenhackern und Kuhreihern, die auf ihrem Rücken sitzen und die Kleintiere aufpicken.
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Afrikanischer Löwe
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Systematik
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Ordnung:
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Raubtiere (Carnivora)
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Überfamilie:
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Katzenartige (Feloidea)
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Familie:
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Katzen (Felidae)
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Unterfamilie:
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Großkatzen (Pantherinae)
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Gattung:
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Panthera
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Art:
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Löwe
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Wissenschaftlicher Name
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Panthera leo
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Merkmale Nach dem Tiger ist der Löwe die zweitgrößte Katze und damit das größte Landraubtier Afrikas. Ein Löwenmännchen hat eine Kopfrumpflänge von 180 Zentimetern, eine Schulterhöhe von etwa 120 Zentimetern und eine Schwanzlänge von rund einem Meter. Ausgewachsene männliche Tiere kommen auf ein durchschnittliches Körpergewicht von 225 Kilogramm. Weibchen sind mit 160 Zentimetern Kopfrumpflänge, einer Schulterhöhe von 100 Zentimetern, einem 85 Zentimeter langen Schwanz deutlich zierlicher und haben ein Körpergewicht von rund 150 Kilogramm. Die größten Löwen leben im südlichen Afrika, die kleinsten in Asien.
Löwen haben ein kurzes, gelb-golden bis dunkelbraun gefärbtes Fell, männliche Exemplare zudem eine lange Mähne, die meist dunkelbraun ist, aber auch schwarz, hellbraun oder rotbraun sein kann. Diese Mähne breitet sich von den Wangen bis über die Schultern aus, seltener über Bauch und Brust. Ihr Sinn liegt wahrscheinlich darin, dass sie die Tiere größer und für Futterkonkurrenten bedrohlicher erscheinen lässt. Praktischen Nutzen könnte die Mähne als Schutz gegen Prankenhiebe bei Rangkämpfen rivalisierender Männchen haben. Außerdem ist durch Felduntersuchungen nachgewiesen worden, dass Männchen mit besonders dunkler und großer Mähne mehr Erfolg beim Gewinnen eines Weibchens haben. Bei asiatische Löwen ist die Mähne deutlich weniger ausgeprägt als bei ihren afrikanischen Artgenossen. Jungen Löwen fehlt sie ganz. Es dauert über fünf Jahre, bis ein Löwenmännchen eine voll ausgebildete Mähne hat.
Auffällig ist außerdem die schwarze Schwanzquaste, in der sich ein zurückgebildeter Wirbel befindet (Hornstachel).
Junge Löwen haben dunkle Flecken auf dem Körper, die aber schon während des ersten Lebensjahres verblassen. In sehr seltenen Fällen bleiben diese Flecken auch beim erwachsenen Löwen sichtbar, aber stets undeutlich und nur aus der Nähe betrachtet.
Wie bei Tigern gibt es bei Löwen gelegentlichen Leukismus; darunter versteht man das Auftreten von Löwen mit weißem Fell. Sie sind jedoch keine Albinos, da die dafür charakteristischen roten Augen fehlen. Die weiße Fellfarbe wird über ein rezessives Gen vererbt. Da weiße Löwen für potenzielle Beutetiere leichter zu sehen sind, haben solche Tiere es schwerer, zu überleben. Außerdem gibt es Berichte über Melanismus also schwarze Löwen, jedoch keinen Beweis über deren tatsächliche Existenz. Bei anderen Großkatzen, etwa Jaguar, Leopard und Puma sind schwarze Exemplare aber dokumentiert.
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Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Löwen umfasste nicht nur Afrika, sondern auch das südliche Europa sowie Vorderasien und Indien. Im Eiszeitalter war er auch in Mitteleuropa mit den Unterarten Panthera leo fossilis und Panthera leo spelaea (Höhlenlöwe) sowie in Nordamerika verbreitet. Hier verschwand er aber beim Rückzug des Eises. Die ältesten und größten Löwen in Europa jagten während der Cromer-Warmzeit vor mehr als 500.000 Jahren bei Wiesbaden in Hessen und bei Heidelberg in Baden-Württemberg. Diese Exemplare waren fast so lang wie die größten Löwen der Erdgeschichte in Kalifornien vor mehr als 12.000 Jahren, die eine Rekordlänge von maximal 3,60 Meter (Kopfrumpflänge: ca. 2,40 Meter, Schwanzlänge: ca. 1,20 Meter) erreichten. Ihre Zeitgenossen waren unter anderem Säbelzahnkatzen, Jaguare und Geparden (E. Probst: Rekorde der Urzeit, S. 153, München 1992). Die meisten Löwenfunde in Europa stammen von eiszeitlichen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea). Der Höhlenlöwe ist 1810 nach einem Schädelfund aus der Burggaillenreuther Zoolithenhöhle bei Muggendorf in Oberfranken (Bayern) beschrieben worden. In Mitteleuropa starben die Höhlenlöwen vor mehr als 12.000 Jahren aus.
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Das auf dem Balkan noch in der Antike Löwen lebten, berichten zahlreiche zeitgenössische Gelehrte (zum Beispiel Herodot, Aristoteles). Man nimmt an, dass der Löwe in Europa durch menschliches Zutun im 1. Jahrhundert n. Chr. ausstarb.
Heute ist die Verbreitung weitgehend auf das Afrika südlich der Sahara beschränkt ist. Nördlich der Sahara starb die Art in den 1940er Jahren aus, ebenso wurden die asiatischen Löwenpopulationen während des 20. Jahrhunderts nahezu vollständig vernichtet. Ein kleiner Restbestand hat sich jedoch im Gir-Nationalpark in Gujarat (Indien) gehalten.
Früher kamen Löwen in allen Habitaten vor, mit Ausnahme von Wäldern. Das heutige Verbreitungsgebiet ist jedoch stark verkleinert. Das bevorzugte Habitat des Löwen ist die Savanne. Die Art kommt aber auch in Trockenwäldern und Halbwüsten vor, in Wüsten und Regenwäldern fehlt sie dagegen gänzlich.
Schätzungsweise leben noch etwa 16.000 bis 30.000 Löwen in freier Wildbahn. Die IUCN ging 2004 davon aus, dass die Löwenbestände weltweit in den letzten zwanzig Jahren um 30 bis 50 % zurückgegangen sind. Die Gründe für den Rückgang werden noch untersucht, sind aber weitgehend rätselhaft.
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Sozialverhalten Im Gegensatz zu den übrigen, eher einzelgängerischen Großkatzen leben Löwen im Rudel. Ein solches Rudel besteht vor allem aus verwandten Weibchen. Die Größe des Reviers und die Anzahl der Beutetiere bestimmen dabei die Rudelgröße, die zwischen 3 und 30 Exemplaren liegen kann. Für gewöhnlich gibt es in einem Rudel ein bis drei ausgewachsene Männchen, die in der Rangordnung über dem Weibchen stehen. Das Revier eines Löwenrudels umfasst 20 bis 400 qkm. Seine Grenzen werden mit Kot und Urin markiert, auch das weithin hörbare Gebrüll demonstriert den Anspruch der Revierinhaber.
Die jungen Männchen bleiben etwa zwei bis drei Jahre im Rudel, bis sie ihre Geschlechtsreife erreicht haben; danach werden sie vertrieben. Daher wechseln die Männchen eines Rudels alle zwei bis drei Jahre.
Wurde ein Männchen vertrieben, so streift es mitunter über Jahre umher und schließt sich meist einem anderen nomadisierenden Männchen an. Diese Bindung zwischen miteinander verwandten oder auch fremden Löwen kann dabei sehr stark werden. Die Nomaden legen in dieser Zeit sehr große Strecken zurück, respektieren keine Reviergrenzen, gründen aber auch keine eigenen Reviere. Da ein Männchen als Einzelgänger oft keinen Erfolg bei der Jagd hat, ernährt es sich vorwiegend von Aas.
Findet ein solcher Nomade ein Rudel mit einem alten oder schwachen Männchen an der Spitze, so greift er den Rudelführer an. Dies ist aber nicht immer erfolgreich. Solche Rangordnungskämpfe sind in der Regel blutig, und im Extremfall können sie tödlich enden. Verliert der alte Rudelführer den Kampf, so wird er vertrieben und führt dann seinerseits ein Leben als Einzelgänger. Oft stirbt er jedoch an den Folgen der Verletzungen.
Hat der Neuankömmling Erfolg, so kommt es häufig zum Infantizid, das heißt er tötet die Jungen seines Vorgängers. Damit wird erreicht, dass die Weibchen nach kurzer Zeit wieder paarungsbereit sind. Im Gegensatz zu den Männchen verbringen die Weibchen in der Regel ihr gesamtes Leben in dem Rudel, in dem sie geboren wurden.
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Fortpflanzung Löwen erreichen ihre soziale Geschlechtsreife im Alter von zwei bis drei Jahren, ihre physiologische in 18 Monaten. Um die Paarungsbereitschaft eines Weibchens festzustellen, benutzt der männliche Löwe das Jacobson-Organ, das sich am oberen Gaumen befindet. Dazu zieht der Löwe die Oberlippe zurück und öffnet leicht das Maul. Dieser Vorgang wird auch als Flehmen bezeichnet.
Auch wenn ein Männchen die Spitze der Rangordnung einnimmt, kann es sich mit einem Weibchen nur mit dessen Zustimmung paaren. Hierzu legt sich die Löwin auf den Bauch und erlaubt dem Männchen, sie zu besteigen. Während der Kopulation beißt der Kater der Löwin in den Nacken. Dadurch hält diese instinktiv still. Lässt eine Löwin die Kopulation zu, so paaren sie sich alle 15 Minuten zirka 40 Mal am Tag, wobei ein Kopulationsakt etwa 30 Sekunden dauert, bis die Paarungsbereitschaft der Löwin nach etwa fünf Tagen beendet ist. An der Gewilltheit der Weibchen, die Paarung einzugehen, kann ein Beobachter gut den Stellenwert des Männchens ersehen und wie wahrscheinlich es ist, dass es bald abgelöst wird.
Nach einer Tragzeit von etwa vier Monaten bringt die Löwin abseits vom Rudel und versteckt ein bis vier blinde Junge zur Welt, die jeweils etwa 1,5 kg wiegen und 50 cm groß sind. Sie werden etwa sechs bis acht Wochen nur von der Mutter gesäugt und bleiben während dieser Zeit auch im Versteck. Ist dieses weit vom Rudel entfernt, geht die Mutter allein auf Jagd. Dabei kann es vorkommen, dass das Junge bis zu 48 Stunden allein im Versteck ist. Dies ist besonders wegen Hyänen und anderer Raubtiere gefährlich. Nach maximal 8 Wochen führt die Löwin ihr Junges zum Rudel. Dabei gibt es selten Probleme mit der Akzeptanz.
Die jungen Löwen saugen ab diesem Zeitpunkt nicht nur bei der Mutter, sondern auch bei den anderen Weibchen, so dass die Erziehung allen weiblichen Mitgliedern des Rudels obliegt. Im Alter von sechs Monaten werden Löwenjunge entwöhnt, und bleiben dann noch ungefähr zwei Jahre bei der Mutter.
Die Lebensdauer eines Löwen kann vierzehn bis zwanzig Jahre betragen. In der Regel erreichen jedoch nur Weibchen ein solches Alter. Männchen werden lange vorher von einem jüngeren Konkurrenten getötet oder vertrieben, finden kein Rudel mehr und verhungern. Häufig werden sie daher nicht älter als sieben bis zwölf Jahre. Im Zoo haben manche Löwen jedoch bis zu 34 Jahre gelebt.
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Ernährung Den Löwen fallen vor allem Jungtiere oder kranke Tiere zum Opfer. Sie jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden. Da Löwen nicht gerade ausdauernde und schnelle Läufer sind, zirka 60 km/h auf Kurzstrecken, ist meistens die gemeinsame Jagd die einzige Möglichkeit, Beute zu schlagen. Nur zirka jeder fünfte Jagdversuch ist dabei von Erfolg gekrönt. Zu den Beutetieren gehören vor allem Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel und Zebras, aber auch Hasen, Vögel und manchmal Fische. In manchen Gegenden speziallisieren sich Löwen auch auf ausgefallene Beutetiere. So schlagen Löwen im Savuti regelmäßig Elefanten und am Linyanti Flusspferde (beides im Chobe NP, Botswana). Junglöwen gehen im Alter von drei Monaten zum ersten Mal mit der Mutter zur Jagd. Erst im Alter von zwei Jahren haben sie die Jagdkunst erlernt.
Die Strategie des Löwen ist dabei die Anschleichjagd. Die Löwinnen umkreisen die Beute und schleichen sich geduckt oft über mehrere hundert Meter an die Beute heran, wobei jede Deckung ausgenutzt wird. Dabei jagen sie sich auch gegenseitig die Beute zu. Je näher sie der Beute kommen, desto mehr wird auf die Deckung geachtet. Ist eine Distanz von zirka 30 Metern erreicht, so wird die Beute von der Löwin mit mehreren Sätzen angesprungen. Jeder Sprung ist dabei etwa 6 Meter lang. Die Beute wird durch einen Kehl- oder Nackenbiss getötet.
Die Männchen beteiligen sich nur in Ausnahmefällen an der Jagd, zum Beispiel wenn es um große Beutetiere geht. Nach dem Jagderfolg kommt die Rangfolge im Rudel zum Tragen. Das Männchen darf zuerst fressen, es folgen die ranghöchsten Weibchen, zuletzt die Jungen. Am Kadaver kommt es nicht selten zu Rangkämpfen, bei denen sich die Rudelmitglieder blutige Wunden holen.
Oft fressen Löwen auch Aas. Männliche Löwen, die aus einem Rudel vertrieben worden sind, verlegen sich notgedrungen ausschließlich auf solche Nahrung. Sie sind sehr rabiat dabei, andere Raubtiere wie Leoparden oder Geparden von der Beute zu vertreiben. Oft vertreibt der Löwe auch die Tüpfelhyäne von ihrer Beute - und nicht umgekehrt, wie früher angenommen wurde.
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Afrikanischer Leopard
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Systematik
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Ordnung:
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Raubtiere (Carnivora)
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Überfamilie:
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Katzenartige (Feloidea)
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Familie:
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Katzen (Felidae)
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Unterfamilie:
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Großkatzen (Pantherinae)
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Gattung:
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Panthera
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Art:
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Leopard
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Merkmale Maße und Gewichte des Leoparden sind innerhalb des großen Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich. Im Süden Afrikas wiegen Leoparden nur 20 bis 30 kg, im Norden Afrikas über 60 kg. Die Schulterhöhe beträgt 70 bis 80 cm, dabei werden die Männchen deutlich größer als die Weibchen.
Der Leopard hat mittellange, kräftige Beine mit großflächigen Pranken. Die Augen sind wie bei allen Katzen nach vorn gerichtet; die Ohren sind rundlich.
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Verbreitung Der Leopard war in geschichtlicher Zeit über ganz Africa beiderseits der Sahara sowie über fast ganz Asien verbreitet. In Africa lebt er sowohl in den zentralen Regenwäldern als auch in der Savanne südlich der Sahara bis zum Kap der guten Hoffnung. In Asien bewohnt er die Nadelwälder am Amur ebenso wie die Tropen Indiens und Südasiens. In vorgeschichtlicher Zeit gab es Leoparden auch in Mitteleuropa. Hier verschwanden sie aber bereits am Ende der Eiszeit. Der Leopard hat von allen fünf Großkatzen das größte Verbreitungsgebiet, daher haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche Unterarten entwickelt.
In vielen Gegenden sind Leoparden heute allerdings ausgestorben. Hierzu zählen der Kaukasus, Marokko, die Sinaihalbinsel und die Insel Sansibar. In anderen Regionen ist ein Aussterben wohl kaum noch zu verhindern. Auf der arabischen Halbinsel gibt es noch geschätzte zwanzig freilebende Individuen. Ähnlich gering sind die Bestandszahlen in Anatolien und Palästina. Auch auf Sri Lanka ist durch den Bestandsrückgang der Genpool inzwischen so klein, dass die dortige Unterart wegen mangelnder genetischer Vielfalt nicht mehr zu retten sein dürfte.
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Sozialverhalten Leoparden sind typische Einzelgänger. Das Territorium wird markiert und gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen unter Drohverhalten und notfalls im territorialen Kampfverhalten verteidigt. Ein Territoriumsinhaber kann sich das Privileg des Zugangs zu Sexualpartnern, aber auch zu Nahrungsquellen, Wasserstellen, Schattenplätzen und Deckungsmöglichkeiten, sichern. Einem Eindringling in ein besetztes Territorium geben die Geruchsmarken den Hinweis auf sofort bereite Kampffähigkeit und Kampfeswillen des Territoriumsbesitzers, wobei dieser jedoch durch den "Heimvorteil" oft die Oberhand behält.
In erster Linie markieren Leoparden ihr Revier geruchlich, aber auch akustisch durch Lautäußerungen. In geringem Maße wird es auch optisch durch Kratzspuren an Bäumen oder am Boden gekennzeichnet. Die Markierung hat einerseits die Funktion, Artgenossen fernzuhalten und andere Tiere über die Anwesenheit des Territoriumsinhabers zu informieren, andererseits dient sie aber auch der Strukturierung des Streifgebiets. Geruchliches Markieren erleichtert dort das Zurechtfinden.
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Erwachsene Leoparden sind äußerst vorsichtig und vermeiden nach Möglichkeit jeden Kontakt mit anderen Raubtieren und Artgenossen.
Vor allem Löwen sind eine ständige Bedrohung für Leoparden, der sie so gut es geht aus dem Weg zu gehen versuchen. Es gibt zahlreiche dokumentierte Vorfälle, bei denen die Konfrontation mit feindseligen Löwen für den Leoparden tödlich endete.
Auch Tüpfelhyänen können dem Leoparden gefährlich werden, allerdings meist nur dann, wenn ein ganzes Rudel ihn mit einer ungesicherten Beute erwischt, und er sich auf einen Kampf um seine Beute einlässt. Es kommt aber auch durchaus vor, dass der Leopard Erfolg hat und seine Beute vor den Tüpfelhyänen retten kann.
Auch mit Geparden können Leoparden für beide Seiten unangenehme Auseinandersetzungen haben. Der Leopard ist aber bei einer Konfrontation durch seinen Körperbau etwas im Vorteil, was allerdings nicht heißen muss, dass er auch immer gewinnt. Durch die Überlegenheit des Geparden in der Geschwindigkeit besitzt auch dieser Chancen, aus einer Auseinandersetzung als Sieger hervorzugehen.
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Sieht man von den wenigen Tagen ab, an denen eine Leopardin im Östrus ein Männchen anzieht und auch in ihrer Umgebung duldet, setzen erwachsene Leoparden alles daran, einander nicht zu begegnen. Dabei können zwei Individuen sehr dicht beieinander leben und ihren täglichen verschiedenen Bedürfnissen nachgehen. Die Streifgebiete benachbarter Leopardinnen überlappen sich erheblich. Die viel größeren Streifgebiete männlicher Leoparden können sich mit denen mehrerer Weibchen überschneiden. Mit den Mitteln des Markierverhaltens geben alle benachbarten Leoparden einander häufig sehr detaillierte Auskünfte über ihren Aufenthalt, ihren Status, ihre sexuelle Aktivität, ihren Gesundheitszustand und vieles andere. Während Tierarten, die in sozialer Gemeinschaft leben, solche Signale vielfach dazu benutzen, sich aneinander zu binden und möglichst problemlos miteinander zu leben, ist das bei Leoparden gerade umgekehrt. Sie informieren einander darüber, wie jeder von ihnen es anstellen muss, dem anderen unter keinen Umständen zu begegnen. Jeder Leopard wird alles daran setzen, um nicht mit einem Artgenossen zusammen leben zu müssen.
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Fortpflanzung Die Paarungsbereitschaft der Leopardin dauert 6 bis 7 Tage. Tritt keine Trächtigkeit ein, wiederholt sich der Östrus alle 25 bis 28 Tage. Zuvor gibt die Leopardin ihre Paarungswilligkeit allen Männchen bekannt, deren Territorien sich mit ihrem Streifgebiet überschneiden. In großer Unruhe durchstreift sie für die Ankündigung ihrer Kopulationsbereitschaft vor allem das Kerngebiet ihres Streifgebietes. In diesen Tagen markiert sie unzählige auffällige Punkte, wie Bäume, Felsen, Felsbrocken, Büsche oder Grasbüschel. Diese Harnmarkierungen signalisieren den Männchen, die daran riechen, wie weit es mit dem Östrus der rolligen Leopardin ist. Danach findet meist ein Bodenkratzen mit den Hinterpranken statt. Nicht selten wälzen sich brünstige Leopardinnen in den Harnstellen männlicher Leoparden. Sie rollen sich dabei auf solchen Duftmarken im Gras über den Rücken und versuchen, große Teile des Fells mit dem Geruchsfleck auf dem Boden in Berührung zu bringen. Die Bezeichnung Rolligkeit für dieses Verhalten ist sehr treffend.
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Ernährung Was Leoparden fressen, richtet sich in erster Linie nach dem Nahrungsangebot des jeweiligen Lebensraums. So haben Leoparden ein außerordentlich breites Spektrum an möglichen Beutetieren, das von Käfern über Reptilien bis hin zu Vögeln und Großsäugern reicht. Wenn irgend möglich versuchen Leoparden aber, Säugetiere im Gewicht von 30 bis 50 Kilogramm zu erbeuten.
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Einen gewissen Prozentsatz der von Raubtieren gefressenen Beutetiere haben die daran Fressenden also einem anderen Raubtier abgenommen und den Riss gar nicht selbst geschlagen. Manchmal wird auch dem Leoparden seine selbst erlegte Beute von Löwen oder Tüpfelhyänen abgenommen. Auch Geier holen sich gelegentlich Teile der Leopardenbeute. Der Leopard beugt einem solchen Raub seiner Beute durch zwei Maßnahmen vor. Bei der einen Methode bedeckt er seine Beutereste, wenn sie am Boden liegen, mit Gras, Zweigen oder Laub, indem er dieses bedeckende Material mit allen vier Beinen darüber scharrt.
Die andere, einzigartige Methode der Beutesicherung ist, sie auf einen Baum zu bringen, was als Sicherung der Beute vor Aasfressern bevorzugt wird. Der Leopard bleibt bei seiner auf den Baum geschleppten Beute etwa zwei bis drei Tage in der Nähe. Er frisst den Riss von der Unterseite her an, bis schließlich nur noch Kopf, Hals und Rücken vorhanden sind. Die Beine bleiben meist an losen Hautstreifen am Rumpf hängen und pendeln dann hin und her. Diese Art der Beutesicherung wird umso wahrscheinlicher, je größer die Gefahr ist, dass dem Leoparden der Riss abgenommen wird.
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Quelle: de.wikipedia.org
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