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Bergwelt Ostafrikas
Wer von einer Kenya-Reise hört, der denkt an Badeurlaub am Indischen Ozean, an Safaris in die zahlreichen Tierreservate, an tropische Hitze, Savannen, Buschland, Wüste und Dschungel, aber nicht an Hochgebirge, an schneebedeckte Gipfel, steile Abhänge und Bergsteigen.
Einer der Gipfel, der Bergbegeisterte aus aller Welt anlockt, der Kilimanjaro, liegt im Nachbarland Tanzania, nahe der Grenze zu Kenya. Zur Einreise nach Tanzania ist ein Visum erforderlich!
Ob nun eine Bergtour zum “Kili”, zu den Abadares oder zum Mount Kenya, Kenyas höchstem Berg, unternommen wird, die Begeisterung von der unberührten Natur, der überwältigenden Vegetation und der interessanten Tierwelt wird man niemals wieder vergessen.
Rund um den Mount Kenya (5199 m) erstreckt sich ein Nationalpark mit einer Fläche von 492 qkm. Afrikas zweithöchster Berg liegt direkt am Äquator und ist eine Attraktion für Bergsteiger. Die Landschaft seiner Anhöhen variiert vom Farmland zur Savanne über dichten Wald und Bambusdschungel bis hin zu einem von Tälern durchzogenen Moorgebiet.
1887 kletterten Baron Samuel Teleki von Szeg und Ludwig von Höhnel bis 915 m unter den Gipfel hinauf, uns 12 Jahre später, als erster Mensch, erreichte der Engländer Halford Mackinder schließlich den Gipfel. Heute gibt es viele Wanderwege zum Gipfel und einige kleinere Klettertouren.
Für den Berg gelten alle Gesetze des Nationalparks. Wanderer dürfen den Park ohne Begleitung nur für einen bis 16.00 Uhr endenden Tagesausflug betreten.
Startpunkt ist für die meisten Bergsteiger die Naro Moru River Lodge. Die Teleki Lodge, eine Zweigstelle davon, ist die höchstgelegene Hütte in ganz Afrika. Vom Naro-Moru.-Tor geht es zunächst durch Marschland und steiles Sumpfgebiet bis zum Mackinder’s Kamp. Dies ist der Ausgangspunkt für die Wanderung des zweiten Tages, die einen zum Point Lenana (4986 m) hinauf und wieder zurück bringt. Um den Point Lenana zu besteigen, bedarf es keiner großen bergsteigerischen Fähigkeiten, doch eine gute Kondition ist allein wegen der anstrengenden Höhenluft Voraussetzung.
Kilimanjaro
Mit dem Uhuru Peak (5895 m) ist der in Tanzania gelegene Kilimanjaro der höchste Berg Afrikas. Der Aufstieg zum Gillmann’s Point ist für jeden ausdauernden Bergwanderer möglich. Schwierigkeiten bereitet nur die Gewöhnung an die dünne Höhenluft. Deshalb ist es wichtig, zur Akklimatisierung den Aufstieg auf mehrere Tagesetappen zu verteilen.
Empfehlenswert für dieses unvergessliche Abenteuer ist die Mitnahme eines erfahrenen Bergführers oder der Anschluss an einer Gruppe. Unterwegs übernachtet man in Hütten. Auf der gängigsten Route erreicht man am ersten Tag auf einem leicht ansteigenden Weg durch Plantagen und dichten Regenwald die Mandara-Hütte. 1000 Höhenmeter gilt es am zweiten Tag zu überwinden. Die Landschaft geht in die beeindruckende Hochgebirgsvegetation mit Lobelien und Senecien über. Der nächste Tag auf der Horombo-Hütte dient der Höhenanpassung. Erst am folgenden Tag überwindet man weitere 1000 m Höhe bis zur Kibo-Hütte. Die Nacht dort endet schon um 2.00 Uhr morgens, um die Schlussetappe bis zum fünf Stunden entfernten Gillmann’s Point (5680 m) zu schaffen. Nicht alle nehmen die zwei Stunden zusätzlichen Marsch bis zum höchsten Gipfel, dem Uhuru Peak (Kibo), auf sich.
Am Kilimanjaro gibt es auch exellente Klettermöglichkeiten, deren Schwierigkeitsgrad von II bis VII reicht. Ausrüstung zu leihen ist zwar möglich, doch die Geräte sind im allgemeinen in einem sehr schlechten Zustand. Für Wanderungen sollte man zumindest Bergstiefel, Daunenjacke, Regenzeug und Schlafsack dabeihaben.
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